Countdown

Noch Zehn Minuten und ich bin endlich Zuhause. Das war die beste Party seit langem, endlich mal wieder raus. Ich hoffe er hat wirklich nichts getrunken. Jetzt sind es noch neun Minuten, nur noch diese Straße bis zum Ende, dann rechts und ein paar Meter und endlich zu Hause. Ich verstehe echt nicht was er sagt, er versucht mir irgendetwas mitzuteilen. Acht Minuten. Schätze ich die Zeit richtig ein? Wo bin ich überhaupt? Er fährt doch zu schnell. War es wirklich nur das eine Bier, das ich gesehen habe? Sieben Minuten noch, gleich habe ich es geschafft. Hoffentlich werden wir nicht angehalten. Ich erinnere mich an mehr als das eine Bier. Noch Sechs Minuten. Ich sage ihm besser er soll aufpassen. Hört er mir zu? Fünf Minuten. Die Zeit vergeht schnell! Er wusste doch, dass er noch fahren muss. Gleich bin ich endlich da, vier Minuten noch. Sollen wir nicht besser anhalten und den restlichen Weg laufen? Drei Minuten. Nein, ich möchte nach Hause. Schnell. Zwei Minuten. Er weiß doch, dass er nicht mehr fahren darf. Eine Minute. Er fährt zu schnell!

Er zeigt mir das Foto in der Zeitung. Er sagt es sei ein Wunder, dass ich überlebt habe. Ich lese: „Zwei stark alkoholisierte junge Männer sind am Samstagabend von der Bundesstraße abgekommen…“. Noch Zehn Tage und ich darf endlich nach Hause.