Keine Ungeduld

Die Sonne scheint auf die schwarze Motorhaube. Ich gehe näher zum Wagen.
Mein Vater sitzt schon drin. Seine dünnen Finger machen die Fahrertür auf.
Er steht vor mir und fragt ungeduldig: „Wo ist der Rest?“
„Die zwei müssen noch die Sachen einpacken.“
Er tippt auf seine Armbanduhr: „Noch eine halbe Stunde!“
Wir steigen ein. Er am Steuer und ich neben ihm vorne.
Seine schmalen Augen auf den Zeiger fixiert. Es ist schon spät nachmittags.
Die Sonne verschwindet hinter Wolken.
„Deine Mutter und Schwester brauchen lange. Ich will fahren!“
Ich schaue zum zerkratzten Rückspiegel. Sie kommen langsam zu uns.
Ich öffne das Fenster: „Wir warten schon lange! Los!“
Sie beachten mich nicht und lassen sich alle Zeit der Welt.
Seine Finger zucken ungeduldig auf das Lenkrad herum.
Hinten tut sich was. Sie verwaren alles.
Jetzt steigt mein Vater aus und schreit: „Das dauert und dauert! Wir ... !“
Die Frauen unterbrechen ihn und reagieren auch aufgebracht:
„Ja! Was stehst du rum!? Komm wir fahren!“
Alle setzen sich rein. Wir beide vorne und sie hinten. Mein Vater dreht den Schlüssel um.
Seine Finger sind angespannt. Man sieht ihm die Aufregung an. Er blickt erneut zur Uhr und schließt kurz die Augen. Er ballt eine Faust und packt das Steuerrad. Die zwei Pranken am Steuer. Da dreht es sich schnell und der Wagen fährt unkontrolliert nach hinten. Er hat das Steuer in der Hand.