Stopp!

Der zehnjährige Jan steht mal wieder allein auf dem Schulhof. Seine Freunde sind alle schon zu Hause. Eigentlich soll ihn sein Großvater abholen, der es aber anscheinend wieder vergessen hat. Jan ärgert sich. Als Rentner sitzt er doch denn ganzen Tag nur zu Hause rum. Da kann man doch erwarten, dass er es schafft ihn rechtzeitig abzuholen.

Endlich! Da kommt Bernhard doch noch. Jan rennt freudig zu ihm, nachdem er ihn entdeckt hat und umarmt seinen Großvater. Bernhard entschuldigt sich. Er hat nicht auf die Uhr geguckt und komplett die Zeit vergessen. Damit Jan nicht noch länger warten muss, ist Bernhard mit dem Auto gekommen. Oft fährt er nicht mehr, da seine Reaktionszeit nicht mehr die beste ist. Jan weiß nichts davon, aber sein Großvater ist in den letzten Jahren immer nur knapp Unfällen entkommen. Beide steigen ins Auto. Der Junge muss Bernhard daran erinnern sich anzuschnallen. Er rechtfertigt sich, indem er meint, dass man sich früher nicht anschnallen musste und dass es schwer ist sich umzugewöhnen. Jan erklärt ihm, er habe in der Schule gelernt, wie wichtig es ist sich anzuschnallen und was passieren kann, wenn man es nicht tut. Nach kurzer Standpauke vom Enkel fährt Bernhard los.

Jan hat vor kurzem in der Schule die Fahrradprüfung absolviert und da er sehr wissbegierig ist, fragt er seinen Großvater nach verschieden Straßenschildern. Dieser ist durch die Fragerei abgelenkt und achtet nicht so sehr auf den Verkehr und die Straße. Plötzlich ruft Jan: „Stopp!“ Der Großvater fängt an zu erklären: „Beim einem Stopp-Schild muss man anhalten und…“ „Nein STOPP!“ „Ich bin doch gerade dabei zu erklären. Du musst mich auch ausreden las… OH!“ Als das Auto bereits mitten auf der anderen Straße steht, bemerkt er seinen Fehler und was Jan ihm mitteilen wollte, weil ein anderes Auto genau auf sie zurast…